Vulkane der Eifel

Weite Teile der Eifel sind geprägt durch den Vulkanismus. An zahlreichen Stellen ist ein Blick in die Erdgeschichte und auf die bereits zur Zeit der Römer beginnende wirtschaftliche Nutzung der Gesteine möglich.

Maare, ebenerdige, zum Teil mit Wasser gefüllte Explosionskrater (ungeheure Mengen an glühender, aufsteigender Magma stießen mit Grundwasser zusammen, was zu riesigen Wasserdampfexplosionen führte), wechseln mit hoch hinausragenden Schlackenvulkanen ab. Der letzte Vulkanausbruch ist gar nicht so lange her, vor nur 9.500 Jahren entstand das Ulmener Maar.

Gerade einmal rund 13.000 Jahre ist es her, dass bei einem gewaltigen Vulkanausbruch der Laacher See entstand. Riesige Mengen vulkanischer Asche und Bims wurden ausgeschleudert, welche die Gegend bis ins Rheintal bis zu sieben Meter dick bedeckten und sogar noch in Schweden gefunden werden können. Noch heute sind an einigen Stellen des Laacher Sees, einem beliebten Ausflugsziel und auch vom Eifel-Camp aus bequem zu erreichen, aufsteigende Gasbläschen zu sehen. An seinen Ufern und im Umland sind ausgiebige Wanderungen möglich, wer die nötige Zeit und Kondition hat, kann den See auch umrunden und sich anschließend im Benediktiner-Kloster stärken.

Ebenfalls nicht weit ist es zum Geysir in Andernach, dem mit 60 Metern höchsten Kaltwasser-Geysir der Welt. Vom sehr informativen und aufgrund der zahlreichen Entdecker-Stationen auch für Kinder spannenden Geysir-Erlebniszentrum in den Andernacher Rheinanlagen aus geht es per Schiff zum im Naturschutzgebiet gelegenen Geysir. Ein toller Ausflug für die ganze Familie!

Lava-Dome und Lava-Keller in Mendig bieten ein „Vulkan-Erlebnis“ der anderen Art. Im Lava-Dome werden anschaulich der Vulkanismus und die zu findenden Gesteine und Mineralien erläutert. Wer möchte kann dann über 150 Stufen mitten in einen erkalteten Lavastrom hinabsteigen – durch den unterirdischen Basaltabbau ist in 30 Metern Tiefe über Jahrhunderte ein ausgedehntes Höhlensystem entstanden, welches heute streckenweise zugänglich ist. Danach hat man sich einen Besuch im nahegelegenen Brauhaus der Vulkan Brauerei redlich verdient!

Das neu eröffnete Erlebniszentrum Terra Vulcania in Mayen widmet sich der 7.000-jährigen Geschichte des Basaltabbaus. Hier wird deutlich, wie hart die Arbeit sowohl über- als auch unter Tage in den Steinbrüchen war!

Zahlreiche weitere Informationen (inkl. Öffnungszeiten und Eintrittspreise) zu diesen und zahlreichen weiteren „vulkanischen“ Ausflugszielen gibt es auf der Homepage www.vulkanpark.com, die „Vulkanpark-Card“ ermöglicht den vergünstigten Eintritt bei gleich mehreren Ausflugszielen.

Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere sehenswerte Museen, Ausstellungen, Wander- und Fahrradrouten, Besucherbergwerke etc., exemplarisch genannt seien das Maarmuseum Manderscheid (www.maarmuseum.de) und das Eifel-Vulkanmuseum Daun (www.vulkaneifel.de/eifel-vulkanmuseum). Die vielleicht schönsten vulkanischen Attraktionen der Eifel finden sich jedoch oftmals einfach inmitten der Natur. So sind vielerorts Relikte der wirtschaftlichen Nutzung, Basaltströme, die berühmten Maare (allen voran das kreisrunde Pulvermaar!) und vieles, vieles mehr (z.B. die „Lavabombe von Strohn“ oder „Der wallende Born“) zu entdecken. Machen Sie sich auf, es lohnt sich!